KUNST DER BEGEGNUNG / 's-Zone MAASSENSTR.

link: docu-impressionen vom Aktionstag vor der A- & B-Wahl 2016





Aktionstag vor der A- & B- Wahl
Die Moderne seit den späten 50ern propagierte ein anander vorbei gleiten,
bestenfalls überall und individuell.
Das will fast keine/r mehr.
Zukünftige Gesellschaften begegnen sich, bestenfalls in Augenhöhe.
Daher ist es erforderlich den öffentlichen Raum dahin gehend umzugestalten.
Aller Anfang ist schwer. Dem dominanten und motorisiertem
Verkehr zu vermitteln seinen Platz demokratisch zu teilen ist eine Mammutaufgabe.
Fast alles an Sozialisierung muss dabei überwunden werden.

Dass dies nicht sofort, auf Anhieb und allseits überzeugend stattfindet
liegt in der Natur des Menschen und in seiner Vielfalt.
Begegnung bedeutet auch und besonders stetig weiter diese nun vorbestimmte
Zone zu gestalten, ohne Unterschiede der Herkunft zu machen.

Kids gestalten ihre Wahl-Plakate mit dem was ihnen wichtig ist:

link: Aktionstag Berlin - auch in der Maassenstr., 17.9., 12-18h

Kunst der Begegnung in der Begegnungszone Maassenstr./am Nolli in Schöneberg
Tag der Begegnungen und Gespräche, Gestaltung und Demokratisierung von öffentlichen Raum, Musik, social gardening, street painting, Performance & Ausstellung am Samstag 17.9.16, 12-18h.
KONTEXT
Die Maaßenstraße ist längst ein eigenes Politikum in der Stadt. Sie ist der Ort der Begegnung in Schöneberg, wo Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen, kulturellen und individuellen Bindungen, Herkünfte und Schichten der Gesellschaft täglich zusammen kommen. Sich Mensch sein ist hier en vogue.
Die 2015 neu erschaffene Begegnungszone, berlinweites Pilotprojekt des Senats, hat mit ihrem eigenen Anspruch diesen Stellenwert verstärkt.
Doch Veränderungen finden per se nicht immer Zustimmung. Manch Laden und Autoführende fühlen sich als Verlierer, andere halten die Umbauten für nicht ausreichend. Medien stellen diese Ansichten als vorherrschend in den Vordergrund.
Wo über Jahrzehnte das Auto ein Macht-Monopol besass fällt es vielen Menschen schwer einen öffentlichen Raum frei und gleichberechtigt für alle zu verstehen. Es fehlt vielen an Erfahrung und Praxis. Denn eine, zumeist schweigende, Mehrheit unterstützt die Absichten der Begegnungszone und sucht nun nach weiteren Mitteln und Weisen sie mit Leben zu füllen.

Die Stadt der Zukunft erfährt eine Demokratisierung des öffentlichen Raums. Wem gehört die Stadt? UNS ALLEN. Wie verträglich und kooperierend der Wandel von zuviel motormotion zum humanmove stattfindet wird an jedem Ort konsensual vereinbart und braucht unser aller Kreativität.

link: blog kiezgeflüster

Die Idee von der Begegnungszone Maaßenstraße, als einem Pilotprojekt auf dem Weg zur Kunst der Begegnung, will nun in einem Aktionstag, am Tag vor den A- und B-Wahlen, in der Maaßenstraße weiter vertieft werden. Politiker kommen-kommt auch ihr.

be berlin – you move it



link: Morgenpost
link: im Westen Berlins
link: docu Trafo-Graffiti

Konzept zum Projekt < ENCOUNTER > 22. Juli 15

In Anlehnung an die Ergebnisse der durchgeführten Bürgerbeteiligung wurde in Abstimmung mit dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg im Juli 2015 das Projekt „ENCOUNTER“ für die künstlerische Gestaltung der Betonelemente ins Leben gerufen. Ziel ist Anwohner_innen in die künftige Gestaltung des öffentlichen Straßenraumes der Begegnungszone Maaßenstraße aktiv einzubeziehen.

Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.
-Guy de Maupassant

KONTEXT

Die Maaßenstraße ist „der“ Ort der Begegnung in Schöneberg, wo Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen, kulturellen Bildungen und Schichten der Gesellschaft täglich zusammen kommen. Dadurch entwickelt sich eine Dynamik mit bestimmten Anziehungskräften nicht nur für Berliner allgemein, sondern auch für Touristen. Diese Vielfältigkeit der hier Wohnenden und Passanten gewinnt jetzt, d. h. durch die bauliche Veränderung des Straßenbildes, mehr Raum, um sich einen Schritt weiter zu entfalten. Fußgängerinnen und Fußgänger haben mehr Platz auf den Gehwegen, Kinder mehr Spielgeräte, Gäste von Restaurants und Besucher von Geschäften mehr Raum zum Flanieren, Rad Fahrende erhalten zusätzliche Abstellanlagen und Seniorinnen und Senioren mehr Sitzgelegenheiten – genau in der Mitte des Geschehens. Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität wird auf Dauer merkbar für alle. Ein Pilotprojekt, welches Menschlichkeit fördert, trotz zeitgenössisch wirtschaftlicher Veränderungen in der Hauptstadt.

GESTALTUNG: ENTGEGEN KOMMEN

Die neue Gestaltung dieser Begegnungszone soll die Multifunktion der Straße darstellen. In einer Art & Weise, dass sie große Akzeptanz erfährt und sehr Viele dort das Gefühl der Zugehörigkeit empfinden. Eine Schlüsselrolle dazu kommt dem Glanz der Kunst auf den Oberflächen des weithin herausragenden Beton-Straßenmobiliars zu. Ein künstlerisches Projekt der Partizipation bringt die gewünschte Qualität und Anregungen in Gang, um die Zielfindung des gesamten Bauprojekts zu unterstützen.

Ergänzend zur individuellen Oberflächengestaltung der Betonelemente, werden diese auch geprägt durch eine thematische Verbundenheit. Diese wird die neuen Wege begleiten und ein wachsendes, friedliches Miteinander fördern. Das Thema ENCOUNTER bewegt Herzen und Seelen der Menschen, sogar die Tiere freuen sich auf Begegnungen.

UMSETZUNG: HAND IN HAND

66 Betonquader (40 cm x 40 cm x 45 cm) und 3 Tierskulpturen aus Beton gehören zu der Maßnahme. Ihre Oberflächen werden künstlerisch und differenziert im Dialog zueinander stehend gestaltet, um das Straßenbild zu verfeinern. Die Qualität dieser Arbeiten wird den erforderlichen Respekt der Community haben, der notwendig ist, um das Straßenmobiliar vor ungewollter Fremdübermalung und Zerstörung und somit vor Folgekosten zu schützen.
Teilnehmer: Ein gelungener Auftakt ist der Einstieg in die organisierten und informellen Gruppen sowie Individuen und bietet Möglichkeiten der Vernetzung und Verabredung mit ihnen. Dafür ist das Künstlerpaar aus Schöneberg, Sofia Camargo und Thomas E.J. Klasen, bekannt und verantwortlich.
Atelier: Alle Maßnahmen sind im Prinzip zur Durchführung unter freiem Himmel konzipiert. Hierfür wird ein mobiles Atelier in der Nollendorfstraße von der STRABAG eingerichtet. Der Untergrund wird mittels Planen gegen Farbe geschützt. Verschiedene künstlerische Techniken kommen zum Einsatz: Malerei, Graffiti, Assemblage und mehr. Die Teilnehmenden werden individuell begleitet, mit Impulsen angeregt, mit Techniken vertraut gemacht, mit Werkzeugen entsprechend ihrer Bedürfnisse ausgestattet, um mit großer Freude und Motivation das gemeinsame Werk der Veränderungen zu vollbringen. Die „Ermöglichungspädagogik“ bewirkt individuelle Zufriedenheitszustände und hinterlässt langlebige Zeichen in „unserem“ öffentlichen Raum.

Das Atelier Camargo Klasen/Katzlerstraße dient während der Projektzeit zur Vorbereitung sowohl von Gruppen als auch von Einzelnen für die Gestaltung der Betonelemente.

Junge Künstler der ONE LOVE Graffiti Crew werden in das Projekt integriert.



link: Nollendorfkiez blog
link: futurberlin
link: Abendschau rbb
link: Senat Berlin